In der Überlieferung meiner alten Heimat im südlichen Oberbayern, präziser in Bad Tölz, beginnt nördlich des Mains Südschweden. Das sagt man so und meint es auch ernst. Seit gestern wohne ich im Bayreuther Stadtteil St. Georgen, als nördlich des Roten Mains, folglich also in Südschweden.

Wenn ich das vorher gewusst hätte? Aber keiner hier spricht südschwedisch. Muss also doch so sein, dass der Blick der Oberbayern auf die Oberfranken a weng eingeschränkt ist. Als gebürtiger Niedersachse kann ich dies  wohl beurteilen.

Meinen ersten Satz habe ich auch schon gelernt. Und er kommt sogar schon ganz flüssig. “Meng’s a weng a Düdn?”, fragte die Bäckersfrau. Klingt kuschelig, so eine halbe oder viertel Tragetasche. In Wirklichkeit hieße da ja auch noch ganz anders, hatte mir eine Tölzer Oberfranken-Emigrantin neulich noch erzählt.

Wie Düdn eigentlich heißen soll, habe ich leider vergessen. Aber ich habe ja noch reichlich Zeit verstehen zu lernen. Fränkisch, wer braucht schon Südschwedisch?