Fr 4 Mai 2012
Von schlechten Verlierern
Posted by jbraun under Die Menschen, Die Stadt
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In einer Glosse beschrieb ein Kollege vor einiger Zeit die Bayreuther Mentalität wie folgt: Wenn die Außentemperatur im Frühjahr gerade mal an der 10-Grad-Grenze kratzt, dann schimpfen die Bayreuther, dass es doch wieder viel zu kalt sei. Scheint kurz darauf die Sonne und zeigt das Thermometer 23 Grad oder mehr, dann schimpfen sie wieder: Es sei doch viel zu heiß. Ich war irritiert, doch inzwischen weiß ich genau, was er meint. Lange Zeit meckerten immer wieder Leser unserer Zeitung, der Kurier sei CSU-nah oder doch in jedem Fall obrigkeitshörig. Nun, da uns das niemand mehr ernsthaft vorwirft, wechselt die Kritik zwischen “Fünfter Kolonne” und “Das war zwar richtig, aber schreiben hätten’s des jetzt auch nicht müssen” – wohlgemerkt von denselben Lesern. Ja, was denn nun?
Eigentlich wäre diese Ambivalenz ja gar nicht so schlimm. Jeder Zeitungsmacher kennt dieses Verhalten. Was nun wirklich irritiert, ist die Militanz vieler Bayreuther, die schon im Oberbürgermeister-Wahlkampf deutlich wurde, jetzt aber so richtig aufbricht. Die Militanz von Teilen der örtlichen CSU. Denn für diese Leute – die wohlgemerkt nur eine kleine, wenn auch lautstarke Minderheit der Partei repräsentieren – zählt nur eins: Michael Hohl hat die Wahl wegen der Zeitung verloren, er selbst (und seine Berater) haben alles richtig gemacht.
Kostprobe gefällig? Vor zwei Wochen erhielt der Geschäftsführer dieses Verlags eine E-Mail mit dem Betreff “Wie lange noch Joachim Braun”: “Bitte befreien Sie Stadt und Land von diesem fürchterlichen Chefredakteur, der am Telefon, in Mails oder Foren seine Leser abkanzelt und für dumm erklärt, keine anderen Meinungen gelten lässt und mit einem bisher nie dagewesenen Zynismus kommentierent statt analysiert (…) Bitte setzen Sie einen Menschen an die Redaktionsspitze, der nicht so selbstherrlich agiert, der nicht gegenüber uns ,provinziellen Ureinwohnern’ vor Spott trieft und der es uns Lesern ermöglicht, sich seine eigene Meinung zu bilden.”
Eine Möglichkeit, sich mit dieser Kritik konstruktiv auseinanderzusetzen, gibt es nicht, denn der Verfasser der Mail zog es vor, anonym zu bleiben und sich hinter dem Pseudonym “Anne Will” zu verstecken.
Oder nehmen wir eine Abo-Kündigung, die gestern den Verlag erreichte. Ein Herr M. aus Bayreuth schrieb: “Auf Grund von öfters ungenauen Recherchen, teilweise tendenzieller Berichterstattung und im Zusammenhang auch nicht erfolgte Berichte, unzureichenden Schreibstiles (Grammatik, unzusammenhängende Sätze) und Boulevard-Blatt-Überschriften möchte ich mir eine seriösere Tageszeitung zulegen und bestelle hiermit den NK zum Ende dieses Monats ab. Mein Motto auch bei Zeitungen : Lieber bunt statt ,Braun’.“
Lieber bunt statt “Braun” – zum Lachen ist das nicht in einer Zeit, da Neonazis auf dem Vormarsch sind, aufrechte oberfränkische Bürger mit genau diesem Slogan gegen die Ausländerfeinde auf die Straße gehen und ausgerechnet unsere Zeitung mit der Aktion “Wir zeigen Gesicht” versucht, Demokratie zu stärken. Immerhin nannte dieser Mann seinen Namen und seine (geschäftliche) E-Mail-Adresse. Dank Google stellte sich heraus, es handelt sich um den Vorsitzenden eines CSU-Stadtverbands (was die Entgleisung nicht besser macht).
Die Möglichkeit, ihm zu antworten, habe ich daher genutzt: “(…) Bitte erlauben Sie mir noch ein paar offene Worte dazu: Sie erheben heftige Vorwürfe wie ,ungenaue Recherchen’, ,tendenzielle Berichterstattung’ etc., ohne dass Sie dabei – was selbstverständlich Ihr gutes Recht ist – konkret werden bzw. dies belegen. Natürlich ist mir der Kontext klar: Als Vorsitzender eines CSU-Ortsverbands sind Sie es Ihrem gescheiterten OB schuldig, an der Legende mitzuarbeiten (zumal die gesamte Partei daran strickt), die Zeitung habe Herrn Dr. Hohl Übles gewollt und ihn darum weggeschrieben.
Ich kann Ihnen garantieren: Dies ist falsch! Weder haben wir Herrn Dr. Hohl gezwungen, auf die Teilnahme an der Podiumsdiskussion zu verzichten, noch haben wir Herrn Dr. Hohl genötigt, neutrale Institutionen (BMTG) für seine Wahlkampf-Unternehmungen (RCDS) einzusetzen. Und auch die Korruption in Sachen Zentrum ist nicht auf den Mist der Zeitung gewachsen, ebenso wenig wie die Tatsache, dass der OB Themen nichtöffentlich vom Stadtrat behandeln ließ, die von Gesetzes wegen öffentlich wären, oder Auskünfte verweigert, die er laut Pressegesetz geben muss (was ja das VG Bayreuth schon festgestellt hat).
Wir haben lediglich darüber berichtet und diese Vorgänge kommentiert – was genau unserer verfassungsmäßigen Aufgabe entspricht, was Ihnen aber verständlicherweise nicht gefällt, weil Ihre Freunde davon betroffen sind. Aber ich kann Ihnen aus tiefer Überzeugung sagen: Nicht die Zeitung ist schuld, dass Herr Dr. Hohl die OB-Wahl verloren hat, sondern er und seine Berater haben sich die Wiederwahl ganz alleine verbockt. (…)”
So eine Auseinandersetzung ist ja durchaus angemessen: Sie erfolgt mit offenem Visier – ebenso wie die Debatten auf diesem Blog oder in der Zeitung. Hinterhältig wird es dann, wenn angeblich anständige Bayreuther Persönlichkeiten (Namen bekannt) Verleumdungen in die Welt setzen. Besonders beliebt ist zurzeit die, der Chefredakteur Braun sei in Wirklichkeit ein Angestellter der DDVG (also der SPD) und in Bayreuth eingeschmuggelt worden, um die CSU zu bekämpfen (oder zu vernichten – je nachdem, wer das Gerücht weitergibt). Und außerdem sei der Braun schon zuvor in ähnlicher Mission von der DDVG beim Münchner Merkur eingesetzt gewesen.
Spätestens hier wird das Gerücht zur Lachnummer. Denn wie jeder auch nur ein bisschen Sachkundige weiß, ist der Münchner Merkur nicht nur eine grundsätzlich konservative Zeitung, sondern er hat auch einen Verleger, Dirk Ippen, der niemals dulden würde, dass eine seiner Zeitungen Parteipolitik macht. Genauso wenig, wie dies die Verleger des Kuriers, Wolfgang Ellwanger und Laurent Fischer, akzeptieren würden. Denn sie wissen genau: Der Wert ihrer Zeitung ist Glaubwürdigkeit und Überparteilichkeit, gerade in Zeiten des digitalen Wandels.
Und, nur ganz am Rande: Hätte ich, hätte meine Redaktion auch nur das geringste Interesse daran, die SPD zu fördern, dann hätte ich spätestens am 11. März meinen Hut nehmen müssen: Gerade mal zehn Prozent für die SPD-Kandidatin Müller-Feuerstein wären schlichtweg ein Totalversagen gewesen.
Nein, liebe CSU-Freunde, es ist nun an der Zeit, dass Ihr Euch mit Euch selber, mit Eurem eigenen Versagen befasst, mit dem Filz, der blühen durfte und durch den ein Parteifreund mal eben so einen 850.000-Euro-Architektenauftrag bekam. Nach international anerkannten Kriterien nennt man so etwas Korruption.
Zum allgemeinen Journalisten-Risiko gehört es sicherlich, am Abend der Stichwahl von hysterischen CSU-Frauen (Stadträtinnen und Ehefrauen von Stadträten) in aller Öffentlichkeit beschimpft und für die verlorene Wahl verantwortlich gemacht zu werden. Aber das ist über einen Monat her. Wenn es den führenden Köpfen der Partei immer noch nicht gelingen will, die eigenen Fehler zu erkennen, dann ist die Chance daraus zu lernen, bald dahin. Dann wird die CSU spätestens in zwei Jahren nach der Bayreuther Stadtratswahl zu dem schrumpfen, was sie bis 2006 in 40 Jahren SPD-Herrschaft war: Eine Oppositionsfraktion ohne eigene Gestaltungsmöglichkeiten.
Denn etwas ganz Wichtiges haben die schwarzen Wahlkampf-Analysten offenbar immer noch nicht verstanden. Eine Mehrheit der Bayreuther Wähler wollte zwar den OB Hohl nicht mehr, sie wollte aber sehr wohl eine bürgerliche Stadtführung. Die neue Regentin Brigitte Merk-Erbe ist als Freie Wählerin so wenig links wie es ihr Vorgänger Hohl war. Und so ist der Machtwechsel zwar ein K.o.-Schlag für ein verfilztes System, ein wirklicher Wertewandel in der Stadtpolitik ist er nicht.
Es lohnt sich also nicht, der Zeitung den schwarzen Peter hinzuschieben. Es lohnt sich auch nicht, zu versuchen mit Latrinenparolen und schwachsinnigen Unterstellungen die Rechtschaffenheit dieser Zeitung untergraben zu wollen.
In ihrer an Ankündigungen und Friedensangeboten reichen Antrittsrede (Link) am Donnerstag hat die neue OB Brigitte Merk-Erbe dies auch deutlich gemacht: “Es ist nicht wesentlich, ob sich die Medien über mich oder ich mich über die Medien ärgere. Wesentlich ist allein die Diskussion um die Sache. Und wenn diese Diskussion lebhaft und kontrovers ist, umso besser. Ich jedenfalls bin fest davon überzeugt: Auch den Medien in Bayreuth geht es darum, die Stadt und die Region voranzubringen.”
Und: “Für mich ist kritische Distanz, neben Kompetenz und Wahrhaftigkeit, eine der wesentlichen Grundlagen für die Erfüllung der Aufgaben von Presse.”
An anderer Stelle sagte sie: “Die Menschen in Bayreuth haben einen Anspruch auf öffentliche Diskussion, auf Transparenz, auf die Sicherheit, dass wir mit ihrem Geld sorgsam umgehen.”
Genau diesem Anspruch hat die Bayreuther CSU in den vergangenen Jahren mit ihrer Hinterzimmer-Demokratie nicht genügt. Vielleicht sollte die Partei genau darüber mal nachdenken – die acht Jahre bis zur nächsten OB-Wahl sollten dafür Zeit genug sein.
In der Sache muss man nicht einig sein und das “Kontroverse” soll ja auch Teil der Medien sein. Muss es aber sein, dass ein Chefredakteur seinen Blog dazu nutzt, Personen öffentlich an den Pranger zu stellen? Muss man Inhalte von Mails veröffentlichen, egal ob von “Anonym” oder vom “Vorsitzenden eines CSU-Stadtverbands”? Ist es die Vorgehensweise eines seriösen Blattes, die Kündigungsgründe eines Abonnenten öffentlich auszubreiten?
Wo soll denn dieser Weg noch hinführen? Dass hier eine Plattform geschaffen wurde, auf der sich der Chefredaktuer “austoben” darf, ist ja kein schlechter Gedanke. Dass dabei gegensätzliche Meinungen aufeinandertreffen, ist wohl erwünscht und ja auch erfreulich. Aber die Art und Weise, wie hier teilweise vorgegangen wird, erinnert an eine Schlammschlacht oder Sandkastenstreitereien (“Der XY hat mir meine Schaufel weggenommen…”).
Nochmal: Diskussion gerne, aber bitte mit dem notwendigen Stil.
Ach, soll Herr Braun auch noch die andere
Wange hinhalten?
Nein!
“Wie man in den Wald ruft………”:-)
Lieber Herr Knod,
wo dieser Weg hinführen soll, sage ich Ihnen gerne: Zu einer transparenten Stadtpolitik, in der in offener Diskussion mit den Bürgern die besten Lösungen für die anstehenden Probleme gesucht wird.
Dass anonyme Heckenschützen sich schlammschlachtartig in dieser Stadt austoben, kann doch auch nicht in Ihrem Interesse als Bayreuther Bürger sein.
Wie gesagt: Ich bin nicht immer Ihrer Meinung, aber ihr Bestreben nach Transparenz etc. ist ja löblich.
Mich stören die angewandten Methoden und Vorgehensweisen wie die Veröffentlichung von Emails. Das ist schlicht unangemessen.
Der Inhalt dieser Mails ist nicht nur unangemessen, er ist schlicht unverschämt und niederträchtig.
Das mag ja Ihre Sicht sein, die vielleicht auch nachvollziehbar ist.
Das erklärt aber noch lange nicht, warum man diese Mails, die niemanden etwas angehen, hier veröffentlichen muss. Der bisherige Abonennt hat eine Meinung, die man (bzw. Sie) nicht teilen muss, aber muss er sich dafür an den Pranger stellen lassen?
Es irritiert mich sehr, Herr Knod, dass Sie den Sinn meines Posts nicht verstanden haben oder verstehen wollen. Es geht um den Inhalt der Mails, um die Unverschämtheit und die Niedertracht, die die Verfasser an den Tag legen. Glauben Sie wirklich, dass ich mir alles gefallen lassen muss, nur weil ich als Journalist arbeite?
Dazu stelle ich die Meinung der (anonymen) Mail-Autoren zur Diskussion – wohlwissend, dass es unter den Lesern dieses Blogs genügend gibt, die deren Meinung teilen. Das verstehe ich unter offenem Dialog.
Sehr geehrter Herr Braun,
gestatten Sie mir die Bemerkung, dass sich Ihre Stellungnahmen in diesem Blog immer mehr nach persönlichem Hass und immer weniger nach (sachlicher) Empörung anhören. Ich wünsche Ihnen (ehrlich), dass Sie den Weg in die Wirklichkeit zurückfinden!
Ihr
Oliver Gerhards
Danke, Herr Gerhards, aber auch wenn Sie mir dies nicht glauben mögen: Hass ist mir in meiner journalistischen Tätigkeit fremd. Mir wäre es lieber, Sie unterstellten mir Konsequenz und Rückgrat und Liebe zur Demokratie. Da lägen Sie richtig. Wie stehen Sie denn dazu?
Ich zitiere Mitglieder der CSU am liebsten wörtlich. Es ist die beste Möglichkeit sie zu beleidigen.
(frei nach Volker Pispers)
Soso. Als Sie hier über die Abokündigung von Herrn R. /Klinikum geschrieben haben, mussten Sie das aus Datenschutzgründen ja wieder löschen. Nun bedienen Sie sich zwar einer Abkürzung des Nachnamens, fügen aber “Informatives” hinzu, dass klar ist, wer da sein Abo gekündigt hat. Meine Güte, wie erbärmlich. Lernen Sie denn nie dazu? Die Leser werden es tun, wie das Beispiel zeigt…
Herr Braun hat seinen Fehler eingesehen und den Beitrag gelöscht!
Aber zum Glück gibt es ja Leute wie Giovanotti, die dafür sorgen, dass eine Information, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht war, im Gespräch bleibt.
Sie nehmen den Mund ja mal wieder ordentlich voll, wenn Sie im Zusammenhang mit der Auftragsvergabe im Zentrum von Korruption sprechen. Definitionsmäßig dürfte Korruption immer noch “Bestechung, Bestechlickeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung” sein. Haben Sie Anhaltspunkte dafür, dass der Architekt jemandem beim Zentrum geschmiert hat? Wissen Sie denn überhaupt, wie sich das Honorar berechnet und wie hoch es bei einem anderen Architekten gewesen wäre? Ich staune immer wieder, wie manche Menschen am Rande der Unterlassungsklage formulieren. Ist da die Gegendarstellung gleich mit einkalkuliert? Oder sehen Sie das Problem nicht? Das wäre auch nicht besser.
Ich gebe gerne zu, dass ich zu den Vorgängen im Zentrum zuwenig eigene Erkenntnisse habe, um mir eine abschließende Meinung bilden zu können. Sie werden es mir aber nachsehen, dass ich die Meinung irgendeiner EU-Parlamentarierin (was qualifiziert eine Erzieherin eigentlich als Vergaberechtsexpertin?) nicht einfach übernehmen möchte. Wer recherchiert so etwas, damit man so locker ein Ergebnis als gottgegeben präsentieren kann, ohne mal eine echte Expertenmeinung dazu gehört zu haben?
Da ist wieder einmal nur die schnelle, plakative Schlagzeile gesucht worden.
So, und jetzt Sie:
Selbstverständlich, verehrter Herr Hofmann beantworte ich Ihre Fragen – wie immer – gerne.
1. Zitat aus dem NK-Bericht über eine Podiumsdiskussion am 24.11.2011 zum Thema Korruption. Dabei wurde auch zum Fall Zentrum Stellung genommen: “(Korruptionsforscherin) Tanja Rabl von der Universität (Bayreuth) nannte es eine Wettbewerbsverzerrung, weil keine Ausschreibung vorgelegen habe. Aus
Sicht der Wissenschaft könne man durchaus von korruptem Verhalten sprechen.”
2. Die Frage, ob Schmiergeld gezahlt wurde, stellt sich erst mal nicht. Auch die Frage, ob ein anderer Architekt günstiger gewesen wäre, ist unwichtig (vermutlich nicht, abgerechnet wird nach meinem Wissen nach HOAI). Tatsache ist, dass alle anderen Architekten keine Chance hatten, an den Auftrag zu kommen – und das bei einem Auftrag, der zu 100 Prozent aus Steuergeldern finanziert wird. Aus Ihren übrigens auch, Herr Hofmann …
3. Ich denke schon, dass an den maßgeblichen Stellen der EU-Kommission Fachleute arbeiten. Außerdem: Warum sollte sich eine Erzieherin damit nicht auskennen? Zumal, wenn sie noch juristisch geschule Mitarbeiter hätte.
Souveräner Umgang mit Kritikern (anonym oder namentlich bekannt oder von Ihnen – mal wieder ent-anonymisiert) sieht anders aus.
Wenn ein Ex-OB angemerkt hat, daß er gegen “Stimmungen” zu kämpfen hatte, lag er damit richtig. Diese “Stimmungen” wurden sicher nicht gänzlich vom Kurier erzeugt. Es gab sicher auch etliche Leute, die einfach “der CSU” oder “denen da oben” eins auswischen wollten. Und wo kann man das besser, als bei einer Personenwahl. Die ungeschickt bis unglückliche Wahlkampfstrategie der Partei hat Herrn Hohl dann letztlich im sprichwrtlichen Sinne das Genick gebrochen. Mit einem anderen Management hätte er locker wie Fichtner im ersten Wahlgang – vielleicht knapp – gewonnen.
Dass der NK inzwischen qualitativ aber auf der Stufe angelangt ist, die der CSUler skizziert hat, können Sie gerne bestreiten, es ist aber an vielen Stellen so. Die deutsche Sprache ist nicht gerade ein Freund Ihrer Kollegen. Die Überschriften SIND stellenweise reisserisch. Wenn es nicht lächerlich wäre, sollte man Ihnen ab und an mal Artikel mit Rotstift (keine politische Anspielung) angestrichen zuschicken.
Und aus der SPD-”Hörigkeits”nummer kommen Sie nicht raus, solange die Eigentumsverhältnisse so sind wie sie sind.
@ Vogtmann
“Souveräner Umgang mit Kritikern (anonym oder namentlich bekannt oder von Ihnen – mal wieder ent-anonymisiert) sieht anders aus.”
Es gibt ja auch keinen souveränen Umgang mit (wenn auch zweifelhaften) Erfolgen. Etwa Brauns schadenfroher Kommentar “Der pure Klüngel” zum Thema illegaler Architektenauftrag beim Zentrum. Da geht’s nicht um die Sache selbst, sondern um einen vor Häme feixenden Chefredakteur. Die einen durchschauen ihn bereits. Die anderen, die diesen Stil gutfinden, sollten immer bedenken, dass sie die nächsten sein könnten, auf deren Kosten Egozentrik betrieben wird.
@Vogtmann: http://ankommen.nordbayerischer-kurier.de/2011/03/09/sind-alle-journalisten-links/
Danke, daß Sie mich daran erinnern – lesen Sie mal meine Kommentare dort.
Ich kenne Ihre Kommentare. Das bedeutet ja nicht, dass ich Ihnen zustimme. Nicht bei dem angeblichen Widerspruch in meinen Thesen damals und schon gar nicht mit der albernen “SPD-Hörigkeits-Nummer” heute. Aber dazu ist, glaube ich, schon alles gesagt.
Dies zu widerlegen ist grundsätzlich unmöglich, genauso wie, wenn Sie mir unterstellen würden, ich sei Scientologe oder arbeite für den Verfassungschutz.
Zitat Braun im Hinblick auf den kritischen anonymen Mailschreiber:
“Eine Möglichkeit, sich mit dieser Kritik konstruktiv auseinanderzusetzen, gibt es nicht, denn der Verfasser der Mail zog es vor, anonym zu bleiben und sich hinter dem Pseudonym “Anne Will” zu verstecken.”
Kein Wunder, dass der Mann anonym bleibt. Die Vorgehensweise, wie mit der zweiten Kritik in Form der Abonnementkündigung – hier wird von Braun genug öffentlich preisgegeben, um die Person erkennbar zu machen – umgegangen wird, macht Anonymität ja schon fast zwingend notwendig. Meine Güte, was für ein Stil.
@Giovanotti: Haben Sie eigentlich nix zu tun?
Herr Braun,
Sie schrieben:
“Genau diesem Anspruch hat die Bayreuther CSU in den vergangenen Jahren mit ihrer Hinterzimmer-Demokratie nicht genügt. Vielleicht sollte die Partei genau darüber mal nachdenken – die acht Jahre bis zur nächsten OB-Wahl sollten dafür Zeit genug sein.”
Die Kommentare auf Ihren Beitrag zeigen, dass Teile der Bayreuther CSU immer noch am “Wunden lecken sind”.
Vieleicht erkennen sie später einmal, dass die Wahlniederlage nichts mit dem Kurier zu tun hat. Natürlich war er auch kein Hohl-Unterstützer, wie es so manche wünschten.
Sie brauchen doch nur im Forum des Kuriers die Diskussion in “OB Hohl – weiß, was er will” oder bei anderen Themen nachlesen, wie selbst Sympathisanten und Wahlhelfer von Hohl im Laufe der Zeit enttäuscht waren und das Lager wechselten und sogar auf eine Abwahl hofften.
Das geschah nachweisbar ohne Einflussnahme des Kuriers.
Herr Braun, sie machen das schon richtig, wenn sie die Dinge beim Namen nennen.
Natürlich wäre der CSU in Bayreuth ein Weichei als Cherfredakteur lieber gewesen.
Die harte Vorgehensweise manchner Braun-Kritiker soll ja auch einschüchtern, eine scheinbar altbewährte Methode in diesen Kreisen.
Gut, dass Sie sich, Herr Braun, nicht haben einschüchtern lassen!
Man kann nur hoffen, dass jetzt wieder ein offener, sachlicher und fairer Meinungsaustausch in die Stadtpolitik einkehrt.
(Undenkbar, wenn es noch 8 Jahre im alten Stil weitergegangen wäre.)
Ich bin begeistert, dass die Tageszeitung endlich mal entschlossen gegen die schon jahrzehntelang in Bayreuth tätigen “Mauschelkolonnen” vorgeht und viele Mauscheleien beim Namen nennt.
Wie richtig die Zeitung und Herr Braun damit liegen, beweist das Aufheulen, Gejaule und um sich beißen der Angehörigen und Nahestehenden dieser “Kolonnen”.
Wie lächerlich sich so manche dabei machen, zeiget die Behauptung, dass eine Stimmung gegen die Zeitung in der Leserschaft sich breit macht, nur weil ein geringer Prozentsatz der Abonnements gekündigt wurde. Das sind mit Sicherheit Kündigungen von Abonnenten, die sich selbst als Angehörige der Mauschler erkannt haben
Es ist schon wirklich luschtig, wie diese schwer getroffenen Mauschelkröten nun hervorgekrochen kommen und beleidigt zum Gegenangriff blasen. Mangels eines anderen greifbaren Gegners muss nun Herr Braun und der NBK als Sündenbock herhalten.
Ich kenne einige eingefleischte CSU-Anhänger, die sich eben wegen dieser falsch verstandenen und falsch angewandten Netzwerkerei eben bei dieser OB-Wahl anders entschieden haben, und zwar schon lange vor der Berichterstattung des NBK. Es wäre besser, wenn diese Mauschelkröten sich mal mit diesen beschäftigen würden. Vielleicht kommen sie dann auf den Trichter, was die tatsächliche Ursache ist.
Diese ellenlange Selbstbeweihräucherung des NK-Chefredakteurs geht komplett an der eigentlichen Fragestellung vorbei. Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, an welcher Stelle der nunmehr ehemalige Abonnent sein Verhalten von der NK-Berichterstattung zur OB-Wahl abhängig gemacht haben soll. Das – und die gesamte Antwort darauf – basiert auf einer Unterstellung des Herrn Braun. Zu den Fakten:
1. Öfters ungenaue Recherchen: Herr Braun, fällt Ihnen dazu nichts ein?
2. Teilweise tendenzielle Berichterstattung: Fällt Ihnen nicht manchmal selbst auf, dass Sie Meinung “machen” wollen?
3. Unzureichender Schreibstil (Grammatik, unzusammenhängende Sätze): Kommen Sie, das sieht man doch in jeder Ausgabe, dass da Nachholbedarf besteht.
4. Boulevard-Blatt-Überschriften: In der Tat ist das auch meine Wahrnehmung. Geben Sie doch wenigstens zu, dass Sie hier Einfluß genommen haben, um Leser zu locken.
Zu diesen vier Punkten erfolgt kein Kommentar, stattdessen wird der OB-Wahlkampf rauf und runter dekliniert. Aus meiner Sicht spricht das für sich selbst. Danke für dieses unfreiwillige Eingeständnis eigener Fehlbarkeit.
Selbstbeweihräucherung? Mann, Mann, Mann – da trübt wohl die räumliche Distanz die Wahrnehmung, Herr Waniek. Das betrifft auch die vermeintliche Unterstellung. Im Übrigen gestehe ich Ihnen auch ganz freiwillig meine Fehlbarkeit ein.
Aber zu Ihren Fragen:
1. Kommt leider immer mal wieder vor, gerade unter Zeitdruck – wird aber dann anderntags korrigiert. Wir arbeiten an dem Thema.
2. Nein!
3. siehe 1.
4. Was heißt Boulevard? Die Bild oder das frühere “50 Cent” in Cottbus sind wir nicht und werden es auch nicht. Dass sich die Überschriften, also die Art der Leseransprache im ganzen Land verändert hat, wird auch an Ihnen nicht vorbei gegangen sein (an Ihrer Regionalzeitung Lausitzer Rundschau sowieso nicht). Heute muss die Titelzeile mehr denn je den (eiligen) Leser neugierig machen und ihn in den Text hereinholen …
Darüber könnte ich Ihnen jetzt eine Vorlesung halten, aber das wollen Sie ohnehin nicht wissen – hat ja kein Troll-Potenzial.
ZITAT
“Darüber könnte ich Ihnen jetzt eine Vorlesung halten, aber das wollen Sie ohnehin nicht wissen – hat ja kein Troll-Potenzial.”
***
So sieht also Herr Brauns “Offener Dialog” aus, wenn es um Kritik und abweichende Meinung von anderen geht, denen ja ohnehin “die Wahrnehmung” getrübt ist.
Besser als es diese Beispiele zeigen, kann man es gar nicht beschreiben. Soziale Inkompetenz in Reinkultur.
Können Sie eigentlich nur fadenscheinige Beleidigungen, Angriffe und Behauptungen aufstellen? Oder kommt von Ihnen irgendwann auch mal etwas Sachliches, das dann auch endlich mal mit Beweisen und Fakten untermauert ist??
Langsam werden Sie und ihr Getrolle langweilig – Giovanotti …
Zitat jbraun:
“Im Übrigen gestehe ich Ihnen auch ganz freiwillig meine Fehlbarkeit ein.”
Einen Satz den man beim Wahlkampfteam von Ex-OB Hohl bislang vermisst
Ach Goddala Waniek, gründet doch einen Bayreuther Bayernkurier, dann werden Sie geholfen.
Zur vermeintlichen Selbstbeweihräucherung des NBK-Chefredakteurs: Eine solche konnte man eher bei den zahlreichen Wahlkampfreden und Wahlkampftraktaten des EX-OB Hohl feststellen.
Wieso sollten eigentlich Kritiker des Herrn Braun immer gleich Kofferträger der CSU sein? Die Brillen mancher Schreiber hier haben offensichtlich auch nur ein schwarzes und ein weisses Glas.
Die gemütlichen Zeiten in Bayreuth sind vorbei. Hinterzimmerpolitik, Mauschelei und Vetternwirtschaft wird der Garaus gemacht. Dass das dem ein oder anderen hier nicht schmeckt, sieht man an den Kommentaren.
Giovanotti mal außer Acht lassend (der mehr als offensichtlich seine persönlichen Animositäten gegenüber dem Chefredakteur ausleben muss, damit er vor aufgestauten persönlichen Ressentiments nicht platzt) kann man den Eindruck bekommen, man hat es hier mit lauter pubertären Teenagern zu tun, denen die Freundin ausgespannt wurde und die nun versuchen, die Schuld für eigene Fehler beim Anderen zu suchen.
Rechtschreibfehler, angebliche tendenzielle Berichterstattung (ohne Beweise zu liefern!) und Überschriften …. mehr haben die Quertreiber hier nicht vorzubringen? Wo bleiben die Fakten? Außer haltlosen Behauptungen bringen die “Kritiker” des Herrn Braun hier doch nichts vor.
Wenn man jemandem etwas vorwirft, dann sollte man diese Vorwürfe an konkreten Fakten und Beispielen festmachen.
So lange ihnen nichts anderes einfällt, als sich an Rechtschreibfehlern, Kommata und Überschriften – entschuldigen Sie die Ausdrucksweise – aufzugeilen, sollten sie lieber schweigen und diesen erbärmlichen Kindergarten – der angeblich erwachsenen und gebildeten Menschen unwürdig ist – endlich einmal einstellen.
“So lange ihnen nichts anderes einfällt, als sich an Rechtschreibfehlern, Kommata und Überschriften – entschuldigen Sie die Ausdrucksweise – aufzugeilen, sollten sie lieber schweigen und diesen erbärmlichen Kindergarten – der angeblich erwachsenen und gebildeten Menschen unwürdig ist – endlich einmal einstellen.”
Wer für eine Lokaleitung Geld bezahlt, sollte auch verlangen dürfen, daß diese von Personen “gemacht” wird, die selbst in Eile und unter Druck (wobei mir bei der Lokalberichterstattung einer Zeitung ohne Konkurrenz vor Ort der Glaube fehlt, daß der Zeitdruck sooo groß sein soll) noch einen Satz zustande bekommen, bei dem das Ende noch zum Anfang passt. Lokalberichterstatter sollten auch wissen, wie man einen Straßennamen am Ort richtig schreibt. Wenn das alles schon nicht klappt, wie soll man dann dem NK glauben, daß er auch in der Sache gut recherchiert? Das Auge isst mit!
Ich hoffe dann für Sie, dass Sie ihre Arbeit – welche hoffentlich vorhanden – immer 100 Prozent fehlerfrei absolvieren. Sollte dies nicht der Fall sein und Sie doch mal Fehler machen, würde ich eher kleine Brötchen backen.
Jeder Mensch macht Fehler. Aber wenn Sie doch alles so viel besser können: Bewerben Sie sich doch beim Kurier als Korrektor …
Ich heul gleich. Natürlich macht nur der keine Fehler, der nichts macht. Aber die Qualität der Fehler entscheidet eben, ob ich jemanden in seinem Metier ernst nehme oder nicht.
Mia Bareider senn hald aweng kleinkariert. Da werd ma hald zum Erbsenzähler.
Es kommt doch auf die Sache an und weniger auf die perfekte Darstellung.
Gottseidank hat Herr Braun auch Ecken und Kanten und ist kein Schönredner.
@Vogtmann: Wenn sie die Qualität von Fehlern ernster nehmen, als den Inhalt, dann sind wohl sie nicht mehr ernst zu nehmen. Wobei: Der Inhalt passt ihnen ja auch nicht, da “tendenzielle Berichterstattung” und “Bild-Überschriften” … komisch aber, dass Sie zu ersterem keine Fakten nennen und letzteres ja wohl mal wieder altbekannte Geschmackssache ist. Denn das, was Sie als reißerisch betrachten, finden andere Leser wiederum gut und nehmen den frischen Wind im Kurier zum Anlass, das Blatt nun doch mal zu abonnieren. Jedem wird man es doch eh nie recht machen können.
Lieber Herr Vogtmann, Sie haben Recht, dass jeder Zeitungskäufer den Anspruch auf ein optimales Produkt hat. Aber auf ein fehlerfreies? Entscheidend ist wohl eher, wie man mit Fehlern umgeht. In die CSU-Ecke habe ich Sie, glaube ich, noch nie geschoben, aber ein wenig pingelig sind Sie schon mit Ihrer “Lokaleitung”.
Und auch wenn Sie’s nicht glauben wollen, wir sind weder ohne Konkurrenz (Radio, Digitalmedien) noch können wir es uns leisten, nicht topaktuell zu sein und bis täglich 23 h alles Wichtige ins Blatt zu heben.
Das mit der CSU kommt hier permanent (nicht von Ihnen).
Welche Digitalmedien sehen Sie denn als Konkurrenz des NK? Das “Pressenetz” wird es ja hoffentlich nicht sein…
In einer Übergangszeit wie jetzt, erwachsen städnig neue digitale Konkurrenten: Nehmen Sie Facebook. Vor drei Jahren war’s noch ein Angebot für Freaks und aktuell hatte Michael Hohl den Ehrgeiz, seinen Wahlkampf vorwiegend über dieses Medium zu gestalten. Das ging zwar schief, aber die Idee fand ich sehr spannend und nicht mal verkehrt.
Und die nächsten Anbieter stehen schon in den Startlöchern.
Da bleibt für unser altes Medium Zeitung nur, höchste Qualität abzubieten. Auch wenn Sie diesen Anspruch nicht erfüllt sehen, Herr Vogtmann, nehmen Sie’s bitte einfach mal so.
HALLO FISCH
Leider kann man bei den Fäden hier ab einer bestimmten Anzahl von Antworten nicht mehr antworten.
“Wenn sie die Qualität von Fehlern ernster nehmen, als den Inhalt, dann sind wohl sie nicht mehr ernst zu nehmen. ”
Sie wollen mich nicht verstehen, oder? Mir geht es nicht nur um blöde Rechtschreibfehler, sondern um Fehler, die zeigen, daß jemand keine Ahnung hat, worüber er schreibt. Dies hat zu Folge, daß der Inhalt dann eben auch falsch ist.
@ Vogtmann, nur eine Frage:
Sind Sie deutscher Agrarwissenschaftler und Naturschützer od. eine amerikanische Mathematikerin?
Danke
@Paul
Das waren mindestens 2 Fragen.
@ Kilroy,
perhaps too much?
weder noch
Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Überschrift “Von schlechten Verlierern” zum Inhalt so manchem Beitrag hier passt. Tja, wenn man auch alles persönlich nimmt…
Herrn Braun gelingt es gut, die entsprechenden Knöpfe zu drücken. Bei Ex-OB Hohl und den seinen, aber auch bei einigen Lesern.
In der Sache tut der frische Wind beim NK gut, aber wie das mit Wind so ist – jeder nimmt ihn anders wahr. Was für den einen eine wohltuende Brise, ist für den anderen harter Gegenwind oder gar heiße Luft.
Ich weiss ja nicht… entweder braucht man echt räumlichen Abstand um über diese Posse zu schmunzeln, oder manche Provinzgrößen nehmen sich wirklich einfach nur zu ernst.
Auch wenn ich nicht mehr in dem schönen Bayreuth hause, verfolge ich es wirklich sehr gerne wie sich jetzt endlich der Bayreuther Filz “frisst” wie eine Vorwerk-Bürste im Hochflorteppich. Völlig kritikresistent und borniert hat diese Klientel leider nichts anderes verdient als bloßgestellt zu werden. Bzw. tun sie es eigentlich mit anonymen und offenen Angriffen auf Herrn Braun schon selbst. Der geneigte Leser zieht dann selbst seine Schlüsse, und ich glaube nicht dass die Masse Herrn Brauns Journalismus wirklich so schlecht findet.
Weiter so Herr Braun.
München ist ein gutes Beispiel. Was Prantl für die SZ, ist Braun für den NK. Beide sehen sich selbstredend vollkommen der Objektivität verpflichtet, beide lassen keinerlei Vorlieben für irgendeine Partei durchblicken, nein, auch nicht für die SPD.
Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.
Zumindest wird aber hier nicht wie eine beleidigte Leberwurst auf die Presse “eingedroschen”, oder zumindest bekommt man hier nicht soviel davon mit. Ganz das Gegenteil beim NBK bzw. in Bayreuth. Sehen wir’s dooch mal anders… hätte sich die Obrigkeit etwas konstruktiver und kooperativer gezeigt, hätte Herr Braun die ganze Sache auch ruhiger angehen lassen. Ich glaube nämlich nicht, dass ihm das ganze wirklich Spaß bzw. er würde auch lieber ne ruhiger Kugel schieben… aber wenn man einen gewissen Anspruch an seine Arbeit hat kann ich das schon verstehen. Aber ich treffe hier zuviele Annahmen… ich setz mich wieder auf die Zuschauerbank.
Herr Braun,
aber für Sie bleibt auf jeden Fall noch einiges zu tun, damit die Redaktion schon ein bisschen besser wird.
Als ich den Bericht über den “Roten Riesen” respektive das neue Löschfahrzeug, das bei der Bayreuther Feuerwehr in Dienst gestellt wurde las, da bekam ich schon ein paar Lachkrämpfe. Hier hat der Berichterstatter scheinbar seine Recherche zu oberflächlich gemacht, oder nicht so recht aufgepasst und notiert was man ihm gesagt hat.
Was war denn falsch?
An ging es schon mit der Bezeichnung statt “Hilfeleistungslöschfahrzeug” spricht der Kurier von einem “Hilfeleistungsdienstfahrzeug”. Die anderen Dinger habe ich nicht mehr alle genau im Kopf, da müsste ich die Printausgabe noch mal lesen.
So jetzt habe ich die “Seite 13″ mit der “tollen” Reportage über den Roten Riesen wieder gefunden.
Eine 12 Meter lange Leiter gibt es auf dem Fahrzeug schon mal gar nicht. Eingeschoben ist die Leiter 5,60 m und ausgezogen 14 Meter lang.
Druckluftschaum wird zur Brandbekämpfung schon gezielt eingesetzt. Aber dass Großbrände mit Druckluftschaum gelöscht werden, ist nicht nur leicht übertrieben.
Seit wann es im Feuerwehrwerkzeug einen “Binsenschneider” gibt, ist ganz neu. Binsen kann man mit jeder Schere schneiden.
Mit der Rettungschere werden vorrangig die A, B und C Säulen des Fahrzeugs durchtrennt, um den Verletzten schonend aus seinem demolierten PKW zu befreien. Wo soll man bei einem PKW ein eingeklemmtes Opfer durch ein Loch, das mit der Schere geschnitten wird retten? Vorwiegend kommt zur Befreiung Verletzter der Rettungsspreizer zum Einsatz.
Hebekissen pumpen sich nicht automatisch auf, sondern werden mittels Ventilsteuerung mit Pressluft gezielt aufgepumpt.
Das Lüftungsgerät wird nicht dazu eingesetzt, um Feuerwehrleuten einen “frischen Lufstrom” beim Vordringen Richtung Brandherd zu geben. So ein Luftstrom würde ja nur den Brand zusätzlich anfachen.
Der Luftstrom wird dann ins Gebäude gegeben, wenn der Brand unter Kontrolle bzw. gelöscht ist, um das Gebäude zu Entrauchen.
@User “Vogtmann”: da ich in regelmäßigen Abständen von diversen Personen auf angebliche Kommentare von “mir” auf der Seite des NK angesprochen werde, zufällig tatsächlich diesen Namen trage und zudem mich in BT und Umkreis doch ein, zwei Leute kennen, bitte ich Sie höflichst, Ihren Nickname “Vogtmann” so zu verändern, dass keine Verwechslungsmöglichkeit mir mir mehr besteht. Eine Anfügung Ihres Vornamenskürzels z.B. wäre ggf. hilfreich. Das wäre sehr zuvorkommend. Danke im voraus!!!
Sehr geehrter Herr Vogtmann, solange hier sich jeder unter jedem “Nick” (also beispielsweise “Andreas Vogtmann”, “Vogtmann Bayreuth” usw. etc. pp. anmelden darf, wäre das eine recht überflüssige Aktion, oder?
Ist es denn wirklich so schwer, dieser Bitte nachkommen zu können? Ich würde es nicht als “so überflüssig” empfinden. Es wäre zumindest sehr fair.
Fair wären Klarnamen für alle…
Klar, und wenn alle Sebastians Ihnen eine Änderung nahelegen, würden Sie auch darauf eingehen…
“Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.”
Albert Einstein
Basti: wenn einem die eigenen Ideen ausgehen, zitiert man andere. Aber es ist ja Feiertag…
Der obige Kommentar des Andi Vogtmann zeigt übrigens schön auf, wie sinnlos das Begehren des Andy_V. ist…
‘ne interessante Nebendiskussion.
Vogtmann, holen Sie sich doch einen Bonuspunkt ab und schreiben einfach irgendeinen Buchstaben vor oder hinter Ihren Usernamen. Außer ein “A”. Dann ist das alles hinfällig, die liebe Seele hat Ruh und es gibt keine Verwechslungsgefahr – wie dramatisch deren Auswirkungen auch immer sein mögen.
Nein, Partei ergreife ich nicht, daher meine Bitte an die Beteiligten: jetzt nicht auf mich schimpfen.
Besten Gruß!